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Der Dammbau (1-2-3)

Hamburg,


Morsum, 1.6.1927. Der erste offizielle Zug vom Festland fährt im Bahnhof Morsum ein. Dorfbewohner staunen und begrüssen den wichtigsten Fahrgast und Namensgeber für das Bauwerk, Reichspräsident Hindenburg.
Den allerersten Schritt zum Festland über den Hindenburgdamm macht allerdings Pastor Hans Johler: Am 21. September 1925 nach Vollendung der Spundwand in der Damm-Mitte (Quelle: Morsumer Gemeindechronik).



Morsum, 1.6.1927. Begrüssung des Reichspräsidenten Hindenburg. Links mit Zylinder und Gehrock steht Dammbaupastor Hans Johler. Die Frauen in nachempfundener Friesen-Tracht (v.l.): Thelma Matzen, Anni Matzen, Lorenze Bleicken, Thekla Clahsen, Inge Clahsen, Carla Schröder, Thilde Möller. Am Rednerpult sprechen der Gemeindevorsteher und ein Arbeiter-Vertreter von Nösse. Im Hintergrund das Beamtenwohnhaus zur Unterbringung von Bahnbediensteten.



Morsum, 1.6.1927. Es wird das Deutschlandlied gesungen.



Reichspräsident Hindenburg im Salonwagen. Pastor Hans Johler mit Frau und Tochter am Zug.




Aus dem Fenster wünscht Reichspräsident Hindenburg dem Dammbaupastor:"Gott schütze Sie für ihr schweres Amt." Pastorensohn Ekkehard Johler im Matrosenanzug verpasst den grossen Moment. Der Herr mit der Trompete heißt Detlef Schröder. Links von ihm mit der Mütze steht Sohn Willy Schröder.





Die Lok ist vermutlich in Hamburg für die Einweihungsfahrt geschmückt worden. Rechts steht derZugführer Hans Godegast. Quelle: Gerd Jonas




Westerland, 1.6.1927.
Noch nicht genug gefeiert. Die Aktivitäten zur Dammbau-Eröffnung locken Familie Johler (Mitte) am selben Tag auch noch nach Westerland in die Friedrichstrasse. Sie nehmen den Zug, der Hindenburgs Salonwagen unmittelbar folgt.




Rückblick auf die Bauphase des Hindenburgdamms:

Hindenburgdamm-Baustelle, ca. 1925.
Pastor Hans Johler bei den
Arbeitern auf der Baustelle. Zunächst wird ein Kleidamm zwischen zwei Reihen von Holzpfählen ins Meer vorgetrieben. Die Holzpfähle werden mit Handzugsrammen eingeschlagen und in reiner Handarbeit erstellt. (vgl. Rolf Stumpf, die Eisenbahn nach Sylt, S. 50f.) Der Bau erfolgt von Morsum und dem Festland aus parallel.





Auf den Bohlen werden später Gleise für eine Lorenbahn gelegt.





Endbrücke bei Nösse, 6.12.1924. Ein Zug von Menschen zur Weihe der 260 m langen Nösse-Brücke durch Pastor Johler, dem Anfang des diesseitigen Dammbaus nach dem Festland: "Mögen die Fussstapfen der Baumeister und Arbeiter im Wattenmeer sein wie von Eisen und Erz", und alles menschliche Wirken dem Weltenbaumeister befohlen sein! Die Nössebrücke diente als Umschlagplatz für die benötigten Steine von Schiffen auf die Materialbahn. Zwei 2,5t-Portaldampfkräne übernahmen den Umschlag. (vgl. Rolf Stumpf, die Eisenbahn nach Sylt, S. 55f.)




Hindenburgdamm 6.4.1925.
Diese Männer bauen den Damm. Pastor Johler notiert sich soweit bekannt die Namen auf den Abzügen.





















Blick auf die Dammbaubaustelle und das Watt.






Gesamtansicht der Dammbaubaustelle.












Westerland, 2.4.1927.





Die Bauleitung








Morsum 1923. Die Hyperinflation in Deutschland gefährdete den Dammbau langfristig, gab ihm aber kurzfristig zeitweilig Schub. Arbeiter konnten mit weitgehend wertlosem Geld bezahlt werden. Dieser Brief an Pastor Johler illustriert die damalige Inflation. Der Brief benötigte so viele Briefmarken je 5 Millionen Mark, dass sie nicht mehr auf den Umschlag passten. Sie kleben seitwärts und hinterrücks auf dem Brief. Das Porto betrug 160 Millionen Mark. Der Brief ging mit Poststempel vom 8.11.1923 von Klanxbüll nach Morsum.





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siehe auch:
Der Dammbaupastor von Morsum

Warum Pastor Johler den Dammbau wollte:
Auszüge und historische Besprechungen des Buchs Dammbau von Margarete Boie

Das Buch ist eine fantastische Drehbuchvorlage! Sylter Landschaft, zeitlose Konflikte, faszinierende Persönlichkeiten, technische Meisterleistungen, Eisenbahn, Hindenburg, historische Dokumente, Gegenwart, Zeitzeugen...

Das Buch wird im Sommer 2012 mit einem ausführlichen einordnenden Nachwort als Band 6 der Institutsreihe des Nordfriisk Instituut „Nordfriesland im Roman“, die im Husum Verlag erscheint, neu herausgegeben.

Der Dammbau im Spiegel der Morsumer Gemeindechronik
Textversion zum Ausdruck-keine Fotos



Hans Johler über seine berufliche Motivation:
"Ich hatte stets das Ziel, Seelsorger in einer übersichtlichen Gruppe zu sein, wo eine größere irdische Sonderaufgabe zu lösen war. Darum meldete ich mich für eine Pfarre der Insel Sylt, von wo der Damm durchs Wattenmeer gebaut werden sollte. Bis zur Fertigstellung des Dammbaus war ich Pastor in Morsum/Sylt, wo durch den Weltkrieg und seine Folgen noch manche andere Aufgaben zu lösen waren. Daher wurde ich auch Hafenpastor für die Binnenschiffahrt in Hambug mittten in der Wirtschaftskrise und studierte gleichzeitig Nationaökonomie und Soziologie, um die Lage der Binnenschiffahrt und den Binnenschifferstand auch volkswirtschaftlich zu erfassen...Mit Fertigstellung der Dissertation war gleichzeitig meine kirchliche Tätigkeit im Hafen durch die Kriegsverhältnisse als vorläufig beendet anzusehen, und ich wendete mich aus zeitnahen Gründen - zunächst für die Kriegszeit- ganz der Volkswirtschaft zu. Ich nahm Ostern ds. Js. eine Verwaltungstätigkeit in der Hamburger Feuerkasse an und würde mich besonders freuen, die geistige Arbeit auf volkswirtschaftlichem Gebiet nach mancherlei Vorbereitung verstärkt aufzunehmen."

Dr. phil. Hans Johler 1941 in einem Bewerbungsformular für das Arbeitsamt.

































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Der Dammbau im Spiegel der Chronik der Gemeinde Morsum




















































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