Jens Heicksen *11.12.1898 , 4.1.1973, ehemals Schlachter.
Durch die Heirat mit "Lene" (Elena) Lorenzen *8.7.1903 11.9.1978,
wurde er Wirt im Morsumkliff.
Einschulung 1937 in Morsum
Grossfoto mit allen Namen
Quelle: Tham Körner
Morsumer
Lehrer:
(Nach Emma Scholz; Blick auf 100 Jahre Morsum/Sylt)
-1782
Küster Otto Flor
-1831
Sönke Carstensen
1843 - 1860
Jacob Gottfried Engel, Tondern
1860 - 1888
Rohlfs
1876 - 1877
Meinert Lornsen, Keitum
Georg Hansen (um 1897)
1888 - 1919
Peter Hansen, Kolmar
Kuckei (um 1910)
Otto Ruhsert( -1909)
Hannes Hebbeln (-1922)
Feddersen
Ca. 1930. Die Hauptstrasse Morsums, heute Terpstich 72, mitten
im Zentrum. Der Blick von der Pastor-Fenne (Wiese) auf den Dorfladen im
Haus Kayser(l.), heute das Lokal Morsumer Kayser. Rechts daneben die alte
Schmiede von August Merkel. Später baut er sein Wohnhaus rechts neben
seine Schmiede. Der Weg rechts führt zum Pastorat und zum Bahnhof.
Siehe auch die historische
Karte von Morsum
Im linken Teil des Hauses Hause Kayser wird dieser Dorfladen betrieben.
Er ist drei Generationen lang in Betrieb: Boy Friedrich Kayser, Paul Gerhard
Kayser (*13.5.1897 30.8.19**) mit seiner Frau
Anna Catharina geb. Hansen und Boy Sito Kayser. Links Gondeline Kayser,
Ehefrau von BFK, mit ihren Kindern Jenny und Paul.
In einer Nische des Dorfladens der
Familie Kayser befand sich auch die Poststelle Morsum. Die Briefe
der Morsumer wurden hier abgestempelt.Später wurde ein separater
Raum mit eigenem Eingang für die Poststelle angebaut. Richtige
Postbeamte hielten dann den Betrieb aufrecht. Auf Nösse gab
es am Nössestrand in einer "Wärterbude" der
Sylter Dampfschiffahrtsgesellschaft, später im dortigen Restaurant
bis 1952 noch eine Posthilfsstelle, ursprünglich um die Postsäcke
der Eisbootpost abzufertigen. Unbekannt ist, ob die Posthilfsstelle
über einen eigenen Stempel verfügte. Heute gehört
Morsum zum Briefverteilzentrum 25.
Boy Sito Kaysers Dorfladen ist um 1960 modernisiert worden.
Morsum,
Terpstich. Bevor die Bäckerei Heinrich Nielsen(*23.9.1893
2.12.1962) 1925 gebaut wird, ist Carl Boy Nissen Bäcker in Morsum
(Haus links, steht noch heute: Terpstich 74). Nielsen baut links von
der Nissen-Bäckerei seine neue Bäckerei (noch nicht auf dem
Foto). Rechts das Haus Kayser.
Ca. 1930. Der Blick aus Pastors Fenne (Wiese) nach links.
Man erkennt den Sylter Hof und die Bäckerei Nielsen (Mitte). Tochter
Lene heiratet später den Keitumer Bäcker Jens Ingwersen. Jetzt
betreibt beider Sohn Jürgen Ingwersen die Bäckerei.
1926. Der Sylter Hof.
Ringreiten anno 1911.
Ringreiten
1960. Der Morsumer Gesangverein.
Restaurant Nösse auf Morsum Kliff
Restaurant
Nösse. Hinter dem Tresen die Besitzerin Margarethe Ingwersen, später
verheiratete Bossen (Foto: Emma Scholz). Spätere Besitzer sind
: Carl und Erna Voss (ab 1952), Raabe und Dr. Feil (ab 1974), Jörg
Müller (ab 1984) und Ralf und Anne zur Brüggge (ab 1988).
(Quelle: Walter Glindmeier, Morsumer Häuser im Wandel der Zeit
1920 - 2002)
Gäste im Restaurant Nösse kamen per Pferdekutsche.
Morsum Kliff, ca. 1910. Diesen Ort am Watt kann man vom Restaurant
Nösse aus in einem kleinen Spaziergang durch die Heide erreichen.
Das Morsumkliff ist ein in der Realität immer wieder beeindruckendes
und deshalb auch von Künstlern häufig gemaltes Motiv. Beim
Vergleich einer Reihe von Bildern mit stets ähnlichen Perspektive
über eine Zeitraum von mehr als 100 Jahren zeigen sich viele künstlerische
Perspektiven. Mal sind es vorrangig die situativen Lichtverhältnisse
(Helene Varges, Richard von Hagn, Hinrich Wrage), die die Besonderheit
des Werkes ausmachen, mal werden mit Fantasieprojektionen wie die eines
Wracks (Emil Neumann 1880), einer Frau in holländischer Tracht
(Heinrich Petersen-Angeln 1894) besondere Eindrücke hervorgerufen.
1894.
Morsumkliff.
1894. Morsumkliff. Onmouseover-Alternative 2007. Man erkennt den Unterschied sofort: Ekke Nekkepenn, nordfriesischer
Meergott, ist umgezogen. Sein Gesicht, der nach hinten geneigte Kopf
im mittleren dunklen Kliffabschnitt ist auf dem Foto von 1894 gut erkennbar
(Keine Fotomontage!). Von hier aus, von ganz oben überblickte
er lange in aller Ruhe Vorland und Watt. Mittlerweile hat ihn die See
geholt. Vielleicht ist er auch in sie hinabgestiegen. Wie auch immer:
Er lebt jetzt im Watt vor Morsumkliff. Vermutlich taucht er irgendwann
irgendwo wieder auf. An Land stellt er bevorzugt den Mädchen nach.
Umsicht ist also weiterhin von Nöten.
Ca. 1900. H. Cordts, Betreiber der Morsumer Touristen Halle.
Das steht so über der Tür. Das Foto stammt von einem Touristen:
cand.med. Eichler. Bei dieser Hütte handelt es sich um die von
der Sylter Dampfschiffahrtsgesellschaft gebaute und betriebene "Wärterbude".
Sie stand an der Ostspitze der Insel und diente der Abwicklung des Postverkehrs
in Zeiten des
Eisbootverkehrs mit dem Festland. Sie war deshalb ursprünglich
nur im Winter oder bei Niedrigwasser in Betrieb. H. Cordts war Posthilfsstelleninhaber.
Er wohnte in Klein Morsum. Nach seinem Tode übernahm Andreas Simonsen
seine Aufgabe. 1914 beantrage das Wasserbauamt in Husum wegen des beginnenden
Dammbaus die Umwandlung in eine dauerhaft betriebene Posthilfsstelle.
Im ersten Weltrieg bestand das Militär auf dem Dauerbetrieb der
Posthilfsstelle. Sie erhielt 1915 einen Telegrafenanschluss und wurde
von Postschaffner Thiessen aus Westerland betrieben und mit seiner Familie
bewohnt. Wegen der Überflutungsgefahr wurde sie am 1.11.1916 in
einen Wohnraum des Restaurants Nösse verlegt. Durchgeführt
wurden die Verlegungsarbeiten von Schaffner Thiessen, der im Leitungsbau
ausgebildet war. Nach dem ersten Weltkrieg war die Posthilfsstelle aus
militärischer Sicht nicht mehr erforderlich. Sie wurde deshalb
am 27.11.1918 geschlossen. Die Lage dieser Wärterbude ist vermutlich
am Ende des Sandwegs ganz im Nordosten von Nösse. Sie ist auf dieser
Karte nicht verzeichnet. Historische
Karte von Morsum/Sylt (Stand 1878)
Ca. 1960. Gasthaus Morsumkliff. Der vielen Reiter wegen könnte
es sich um
Ringreiten handeln. Geritten wurde rechts vom Gasthaus. Foto rechts:
Der vorletzte Wirt des Morsumkliff (1957 - 1978) war Jens Heicksen,
Bruder von Magda
Lauritzen geb. Heicksen. Danach übernahmen Thelma Bullock
geb. Heicksen und ihr Ehemann Jimmy das Lokal.
Um 1900. Das Gasthaus Morsumkliff war unsprünglich ein altes
Friesenhaus und ein kleines Lokal für den dörflichen Bedarf.
Es wurde erst später aufgestockt und zum Hotel umfunktioniert.
Foto:Andreas Müller
Die Vergrößerung zeigt die Familie Petersen, die damaligen
Besitzer des Gasthofs Morsumkliff: Links vom Eingang stehen Adalbert
Petersen (*9.11.1868) und seine Ehefrau Inken Petersen geb. Föh
(*20.5.1870). 2.v.r. Adalbert Petersens Mutter Inken Petersen geb. Sörensen
(*6.4.1821 +3.5.1908). Ihr Ehemann Paul Petersen (*12.9.1820 +16.10.1893)
ist der Gründer der Gaststätte. Er erhielt am 19. Mai 1859
vom königlichen Landvogt auf Sylt die Schankerlaubnis. Kurz danach,
am 24.6.1859 haben Paul Petersen und Inken damals noch Sörensen
in Morsum geheiratet. Bei den Kindern auf dem Foto handelt es sich vermutlich
um Kinder von Adalbert und Inken Petersen. Sie hatten folgende Kinder:
Karl, Andreas (*28.6.1903), Inka (*23.11.1906 +10.1.1996), Paul, Lina
und Lisbeth. Rechts vom Eingang steht vermutlich eine Angestellte des
Gasthofs.
Foto und Personendaten: Andreas Müller
Im Gasthaus Morsumkliff wurden viele Feste gefeiert. Halbrechts vorn
tanzen Magda
und Andreas Lauritzen. (ca. 1960)
Jens Booysen berichtet 1828, dass Vergnügungen der Einwohner, insbesondere
junger Leute, darin bestehen, sich "des Winters einmal die Woche
.. am Abend zu einem Tanz zu versammeln und nach einer, höchstens
zwei Violinen recht nach Herzenslust zu zanzen, wobei aber weder gezecht
wird, noch sonstige Ausgelassenheiten stattfinden."
Der Stuben-Laden von Frieda Henningsen in einem Friesenhaus gegenüber
vom Morsumer Bahnhof. Klicken Sie aufs Foto, um sich im Laden geauer
umzusehen.
Schon während des Dammbaus wurden die Häuser gegenüber
vom Bahnhof Morsum gebaut. Sie dienten zunächst der Unterbringung
der Bauleitung. Später wohnten dort Bahnbeschäftigte.
Morsum, ca. 1920. Das Pastorat (r.)
Morsum,
ca. 1920. Die Kirche Sankt Martin. Hier wird seit 1651 über
die Gemeinde Buch geführt.
Morsum o.J.
Pastor Johler am Eingang der Morsumer Kirche. Seine Begleiter sind nicht
bekannt.
Morsum, ca. 1920.Pastor
Hans Johler fotografiert seine Kirche von oben
...(der Orgel-Empore)
...und von unten. Bis heute ist das Innere der
Morsumer Kirche mehrfach umgestaltet worden.-
Pastor Urban Flor klagte um 1730 über die rohen Sitten in der Morsumer
Kirche, besonders bei Hochzeiten: Man hat zu Hochzeiten "Brandtwein
mit in die Kirche genommen, sich toll und voll gesoffen, geschrien,
geraset, getantzet und geschossen, daß man sein eigen Wort in
der Kirche kaum hören" konnte. "Man hat (an gewöhnlichen
Sonntagen) nach der Predigt zu plaudern auf den Kirchhof hinausgegangen
und dann nur innerhalb der Kirchthür im Gang so lang wieder hineingelaufen,
biß der Segen gesprochen." (C.P.Hansen, S. 160f)
Morsum, ca. 1920. Die Kirche mit der alten Schule.
Morsum, ca. 1960. Ganz nebenbei präsentieren Morsumer anlässlich
des Gottesdiensbesuchs ihre todschicken Autos. Das Innere der Kirche
zu jener Zeit zeigen die folgenden drei Fotos. Der damals freie Blick
zum Ostfenster hinter dem Altar wirkt auf mich angenehm bescheiden und
illuminiert das pastorale Geschehen während der Vormittagsgottesdienste
sehr stimmungsvoll. Damit würdigt man gleichzeitig die besondere
architektonische Leistung der Erbauer der Kirche Sankt Martin.
Vor
1913. Die Morsumer Kirche mit Empore auf der linken Seite.
Ein Vorgänger von Pastor Hans Johler
in Morsum: Friedrich Christoph Carl Hasselmann aus Schleswig (Pastor
in Morsum 1901 - 1905) Unmittelbarer Vorgänger war:
Richard Carl Eduard Schacht aus Westerhever (1905 - 1912). Von 1913
- 1927 war Daniel Gustav Hans Johler Paostor in Morsum. Seine Nachfolger:
Dr. Otto Glöckner (1928 - 1935), Hans Friedrich Joh. Ingwers (1945
- 1969), Jochim Hartung (1969 - 1996).
Brautpaar.
In der Zeit bis zum Dammbau und der damit einhergehenden Expansion des
Tourismus litt Sylt unter einem starken Frauenüberschuss. Grund
dafür waren die starken Männerverluste durch die gefährliche
Seefahrt. So ertranken z.B. allein am 15.3.1744 mittags 12 Uhr mit dem
Schiffer Theyde-Bohn aus Klein-Morsum 84 Sylter, die auf dem Weg nach
Amsterdam waren, um sich dort als Seefahrer zu verdingen. 55 der Ertrunkenen
stammten aus Morsum, das im Jahre 1745 738 Bewohner hatte. Geprägt
durch den Schiffsuntergang weist die Statistik das Mißverhältnis
von 282 Männer und 456 Frauen aus (C.P.Hansen, S. 184f). Da die
Seefahrt gerade die jeweilige Vatergeneration besonders beschnitt, spricht
Hugo Krohn von einer "weitgehenden Brachlegung der Gebährkraft."
(Krohn, S. 161)
Ca. 1927. Hochzeitszug Morsum.
Weil Kutschen oder gar Autos in ausreichender Zahl nicht zur Verfügung
standen, gingen Brautpaar und Gäste üblicherweise in einem
Hochzeitszug gemeinsam zur Kirche.Hier im Bild heiraten Karl Fink und
Inken Margarethe Thiessen.
Frohes Fest! Morsum, ca. 1930.
In einem Brief vom 27.10.1780 schreibt Seefahrer Schwen Bundis aus Morsum
von Bord seines Schiffes dem Zeitgeist entsprechend seinen Kindern:
"Bey dem Antritt Eurer Reise in die Welt seid vorsichtig in Euren
Handlungen. Ihr habet auf den Beyfall der Welt keine begründete
Ansprüche, daß ihr mit Recht zürnen dürfet, wenn
man Euch denselben nicht bey allen Gelegenheiten zustehet. Ein kluges
Mißtrauen gegen Euch selbst bewahret für die Thorheiten des
Stolzes und für die schädlichen Folgen der Vermessenheit.
Bedenkt, daß Ihr dem Gemeinwesen gehöret, und nicht Euer
Brod essed, um gemächlich zu leben, sondern in seinem Dienste zu
arbeiten. Gehet allzeit den geraden Weg; thuet Recht und dann scheuet
Niemand. Sorget nicht ängstlich dafür, wie Ihr Euer Glück
in der Welt machen solltet; sorget dafür, daß Ihr geschickte
Leute und gute Christen werdet, so findet ihr unfehlbar den euch von
Gott bestimmten Platz in der Welt. Machet Euch auch bey Eurer größten
Redlichkeit auf Veränderungen des Glücks und auf manche widrige
Fälle gefaßt. Zuletzt, meine Lieben, und das liegt mir am
meisten am Herzen: Fürchtet Gott! Ehret den König und die
Obrigkeit!"
Schule
in Morsum um 1920. Das Haupthaus mit Lehrerwohnung wurde 1836 gebaut,
der Nebenflügel 1858.
Morsum 1918. Klasse 1: 39 SchülerInnen aus den jüngeren
Jahrgängen, die gemeinsam unterrichtet wurden. obere Reihe (v.l.): Christian Nielsen, Heinrich Thevagt ,
Friedrich Thießen, Anton Schmidt, Walter Lorenzen, Peter Henningsen,
Jennes Simonsen, Andreas Thießen, Erwin Matzen. 2. Reihe: Boy Bohn, Jens Petersen, Karl Nissen, Martin Jensen,
Konrad Boysen, Wilhelm Thevagt, Max Simonsen, Carl Andersen, Carl Ball,
Bernhard Jürgensen 3. Reihe: Magnus Henningsen, Magda Heicksen,
Christine Nissen, Inken Thießen, Anna Petersen, Karl Thevagt,
Marie Henningsen, Helene Thevagt , Bertha Petersen, Ose Cornelissen,
Paul Knittel untere Reihe: Julchen Jepsen, Alice Malzan, Erna Howold, Erasmine
Hansen, Christian Klint, Luise Thevagt, Ella und Johanna Schwarz.
Lehrer ist vermutlich Peter Hansen
Lehrer Karl Kruse in der Morsumer Schule 1929.
Morsum, ca. 1929. Klassenzimmer in der Schule vor dem Umbau.
Sie wurde 1705 als erste öffentliche Schule auf Sylt auf Initiative
von Pastor Flor erbaut. Die "kurzsichtige und engherzige"
Morsumer Bevölkerung versuchte mit allen Mitteln, den Bau zu verhindern.(C.P.Hansen,
S. 111).
Booysen berichtet, dass um 1828 jeweils 2 Lehrer in Morsum tätig
waren: Der Küster und ein Seminarist als Unterlehrer. Bis 1790
wurden gewöhnlich bedürftige Seeleute als Schullehrer eingesetzt,
Leute, die "sonsten nicht zu gebrauchen" waren. Entsprechend
fiel der Untericht aus: Auswendiglernen im Gesangbuche, "Buchstaben
machen, was man schreiben nannte, Zahlen machen, was man rechnen nannte"(S.72).
Fotos rechts: Schulausflüge der Morsumer
Schule
Oben: 1. Mai
unten:
C.P.Hansen bedauert das Los der Sylter Lehrer. "Arm zu sein, ist
sehr betrübend auch für den Lehrer, raubt ihm so leicht Muth
und Kraft zu seinem undankbaren Berufe. ... Trockenes Brot essen und
Wasser trinken, Fasten und Frieren sind für ihn nicht unerträglicher
als für andere Dürftige. Jedoch Rechte zu haben, durch Gesetz
und Landesfürsten gegeben, und denoch sein ganzes Lehrerleben hindurch
erfahren müssen, daß dieselben ... fortwährend gekränkt,
ja wohloft gar verhöhnt werden,...das übersteigt auch zuletzt
die Geduld eines noch so philosophischen Lehrers." (S. 167f)
Morsum, Mai 1929. Die Schule wird umgebaut.
Ca. 1936. Morsumer SchülerInnen voller Optimismus.
Gefallen im 2. Weltkrieg.
4.v.r. Erk Lauritzen, jüngerer Bruder von Georg
Lauritzen. Erk überlebt den 2. Weltkrieg. Als Fallschrimspringer
muß er u.a. über Kreta abspringen. Später wird er Landwirt
in Morsum.
Üüs Jungenstir: Liedtext von Max Bossen, Vertonung
Lehrer Karl Kruse.
Max Bossen (*5.3.1888 in Westerland 3.11.1958 in Morsum) war Sylter
Heimatdichter, schrieb viele Lieder, Verse und Komödien in friesischer
Sprache. Karl Kruse (*25.5.1890 in Brokdorf 26.3.1966 in Morsum),
Lehrer in Morsum, war u.a. 40 Jahre lang Chorleiter des Männergesangvereins
in Morsum.
Das Lied wird hier auch bald zu hören sein!
(Original-Noten: Emma Scholz)
Morsum. Schülerinnen kommen zum Gratulieren. Geehrt werden
Karl und Mitje Nissen. Im Hintergrund links die Lehrer Erich
Cornehl und Ewald Bensel. Schülerinnen (v.l.): Letty Jürgensen,
Brunhilde Voss (Fink), Hilde Laabs (Heicksen), Ulla Knitttel,
Gerda Litzkow (Bartling), Marianne Lorenzen.
Morsum, ca. 1925. Mein Haus, meine Tiere, meine Maschinen, meine Familie und Ich. Jens Booysen, Beschreibung der Insel Silt, Schleswig
1828: Nachdruck 1976 herausgegeben von Manfred Wedemeyer, Schleswiger
Druck- uind Verlagshaus, S. 85f Nach Booysen
Der Misthaufen, Gerätschaften, Knubbelpflaster.
Sylt, ca. 1920.
Das gute Geschirr im Friesenhaus.
Ausgewanderte Morsumer schicken Fotos nach Hause:
Karl Christiansen bei seiner Tochter Thea. Mein Schwiegersohn und
Lothars Farmerhaus 1/4 Meile (englisch) bei Nord Lemoore in Tulare County,
California.
Mr. Luskenbild, Anton und ich.
Sylter in den USA, ohne Ortsangabe. Möglicherweise handelt es sich
um Julius Matzen (l.). Vgl. die folgenden Fotos.
Morsumer in Iowa. Quelle Emma Scholz. Es dürfte sich um Christian
Matzen handeln.
Dieses
Foto zeigt lt. Andreas Lauritzen Julius Matzen.
Julius Matzen ist am 1.12.1877 in Morsum geboren, 1893 eingewandert
und wohnhaft in Milwaukee Ward 17 , Milwaukee, Wiskonsin. Dort wohnt
er lt. Volkszählungsunterlagen von 1900 in einem Haushalt mit Chrit
(Christian?) Matzen,32, Clara Matzen, 27, Elsa Matzen, 5, Irene Matzen,
3.
1919. Identifizierung des Julius Matzen zum Zwecke der Passausstellung
Identifizierung durch einen Bekannten von Julius Matzen aus dem Jahre
1919 zum Zweck der Passausstellung.
Passantrag von Julius Matzen aus dem Jahre 1919
Christian
Matzen, Amerika-Auswanderer auf Besuch in seiner Heimat Morsum, steht
vor dem Haus von Ferdinand und Mathilde Jensen. Kutscher ist Friedrich
Lorenz Petersen. Bildunterschrift: "Hing sich später auf."
Neben ihm sitzt Anton Jensen.
Zitierte Quellen:
Hansen, Christian Peter; Der Sylter Friese, Kiel 1860
Booysen, Jens; Beschreibung der Insel Silt, Schleswig 1828, Nachdruck
von Manfred Wedemeyer (Hrg.), Schleswig 1976
Krohn, Hugo; Die Bevölkerung der Insel Sylt, Bredstedt 1984
Dannenberg, Gerd: Schicksal hinter goldenen Lettern
Viele Männer sind Opfer der Seefahrt: Bevölkerungsentwicklung
in Morsum
(Krohn, S. 160)
Jahr
Gesamt
männl.
weibl.
1613
298
1658
345
1689
460
1695
471
1709
550
1745
738
282
456
1769
786
324
462
1775
780
1803
761
314
447
1821
703
1825
728
1835
705
297
408
1840
734
1845
749
321
428
1850
767
1860
771
353
418
1871
681
276
405
1875
664
265
399
1880
662
257
405
1890
669
276
393
1895
636
276
360
1900
555
242
313
1905
484
212
272
1910
473
220
253
1919
489
228
261
1925
763
488
275
1933
511
257
254
Man bleibt unter sich Auswärtige Ehegatten in Morsum (Krohn, S. 163)
Jahr
Ehen insg.
männl.
ausw.
weibl.
ausw.
1651-
1674
72
2
0
1675-
1699
106
3
0
1700-
1724
120
4
0
1725-
1749
163
24
0
1750-
1774
117
17
0
1775-
1799
131
28
4
1800-
1849
145
42
4
1850-
1874
134
37
7
1875-
1899
128
37
2
1900-
1924
142
28
13
1925-
1933
39
20
14
"Die Zuwanderer kamen meist als
landwirtschaftliches Gesinde und Handwerker nach Morsum, in früheren
Zeiten waren wohl viele Seefahrer darunter. Die Mehrzahl entstammte den
nahegelegenen friesischen Marschdörfern der Wiedingharde und dem
sich nach Norden erstreckenden Küstensaum bis nach Ripen hinauf."
Diesen Weg beschritt auch
Nikolai Christian Lauritzen,
der aus Neukirchen nach Morsum kam , um zunächst als landwirtschaftlicher
Helfer beim Pastor zu arbeiten. Krohn weist in den Jahren
1861
1867
1868
1876
1900
jeweils einen Zuwanderer aus Neukirchen nach Morsum nach. Ich habe noch
nicht herausgefunden, wann NCL nach Morsum kam.